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Kommunikation als Mittel der Reintegration der Bevölkerung im Donbass

Im Rahmen des Projektes „Denkfa­briken in der Ukraine: Fachkom­petenz stärken und europäische Zusam­men­arbeit fördern“, welches vom IEP in Zusam­men­arbeit mit der Ilko Kucheriv Democratic Initia­tives Foundation (DIF) durch­ge­führt und vom Auswär­tigen Amt gefördert wird, ist das Policy Paper zum Thema „Kommu­ni­kation als Mittel der Reinte­gration der Bevöl­kerung im Donbass“ erschienen.

Die Autorin Yeliz­aveta Rekhtman, Expertin beim Donezker Verband des Wähler­ko­mitees der Ukraine sowie der Organi­sation Denkfabrik Donbass analy­siert Gründe, die zu einem Infor­ma­ti­ons­vakuum in den nicht unter Kontrolle der Ukraine stehenden Gebieten der Oblast Donezk führten und welchen Einfluss die entstandene Situation auf die Inten­sität der Bezie­hungen zwischen der Ukraine und den Einwohnern dieser Gebiete hat. In einer der Empfeh­lungen begründet die Autorin die Wichtigkeit der Ausar­beitung einer staat­lichen Kommu­ni­ka­ti­ons­po­litik in Bezug auf die genannten Gebiete, um dem Infor­ma­ti­ons­vakuum entge­gen­zu­wirken und die auch als Voraus­setzung für die Aufklärung über die Staats­po­litik bezüglich dieser Gebiete, Darlegung von Szenarien ihrer Reinte­gration und einer zukünf­tigen Entwicklung sowie Abbau der sozialen Spannungen und Erhöhung ihrer Loyalität gegenüber der Ukraine schaffen könnte. Im Sinne der Verein­ba­rungen des Minsker Formats und des Normandie-Formats sei, so die Autorin, die erfor­der­liche Voraus­setzung für die Durch­führung von Wahlen in den nicht von der Ukraine kontrol­lierten Gebieten der Oblaste Donezk und Luhansk – neben dem Sicher­heits­faktor und der Errichtung einer vollstän­digen Kontrolle über die Grenze zur Russi­schen Föderation seitens der Ukraine – das Vorhan­densein eines freien und konkur­renz­fä­higen Infor­ma­ti­ons­raumes, der den Einwohnern eine bewusste Wahl ermöglicht.

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